UNSERE VEREINSCHRONIK

 

Das Jahr 1906 schrieb man, als im März heimatliebende Münchner Frauen und Männer den Trachtenverein D'Hohenwaldecker-Stamm, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Schliersee, gründeten.

Der Verein wurde Mitglied beim Oberländergau !

Dank der unermüdlichen Arbeit der Trachtenkameraden, gelang es bereits nach vier Jahren, eine Fahne zu beschaffen.Im August 1910 wurde diese unter der Beteiligung von 32 Trachten - und 17 loklen Vereinen , geweiht. Unser Patenverein wurde der Trachtenverein "Immergrün Kolbermoor". In Verbindung mit unserer Fahnenweihe richteten die Hohenwaldecker das damalige Gaufest des Inngauverbandes aus.

Unser Verein 1924

Der Verein stand jetzt in hoher Blüte, Hoagartnbesuche wurden gepflegt und Feste anderer Vereine besucht.

Nach dem 1. Weltkrieg waren die Hohenwaldecker nur noch ein kleines Häufchen. Es dauerte
einige Zeit, bis man sich wieder aufraffte und von neuem begann. Man war das schließlich den gefallenen Kameraden schuldig

Als der Isargau gegründet wurde, trat der Verein dort im Jahre 1930 bei und trennte sich vom Oberländergau.

Leider wurde nach zwei Jahrzehnten die Pionierarbeit des Wiederaufbaus durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges zunichte gemacht. Wieder riss der Tod eine schmerzhafte Lücke in unsere Reihen.1943 verloren wir durch einen Luftminentreffer unser gesamtes Vereinsinventar, einschließlich der schönen Fahne. Wieder stand der Verein vor dem Nichts.

Diesmal war ein Neubeginn noch schwerer.

1945 setzte sich der damalige Vorstand, Ernst Hindinger sen., bei der amerikanischen Militärregierung ein, um die Erlaubnis (licence genannt) für den Verein zu bekommen. Durch Zufall bekamen wir wieder eine alte, ausgediente Fahne, aus der ein Deandl von uns eine brauchbare Fahne zauberte. Sie diente noch viele Jahre bei festlichen und traurigen Anlässen.Unser 50-jähriges Vereinsjubiläum im Jahre 1956 feierten wir in großem Rahmen mit vielen Vereinen im Salvator-Keller.

So vergingen die Jahre und wir dachten daran, eine neue Fahne zu beschaffen. Im Mai 1962 konnten wir die neue Fahne in der Achaz-Kirche in München-Sendling weihen lassen. Pate standen uns wiederum die Kolbermoorer. Fahnenmutter war unsere unvergessene Fischer Anni, als Fahnenbraut hat sich Helma Brose von den Raintalern bereit erklärt. Es wurde ein Fest, das wohl unvergessen bleibt. Wir hatten große Mühe, alle Vereine in der bestimmt nicht kleinen Turnhalle von Neuhofen unterzubringen. Im selben Jahr fanden wir eine gute Herberge in der "Neuen Schießstätte", heute "Münchner Haupt" genannt, in der wir auch heute noch unsere Zusammenkünfte haben.

Die nachfolgenden Jahre haben uns viel Freude, aber auch Kummer und Sorgen gebracht. Von vielen lieben alten Mitgliedern mussten wir Abschied nehmen.

1966 wurde unser Anton Fischer zum 1. Vorstand gewählt und hatte das Amt 29 Jahre lang inne und war viele Jahre die treibende Kraft des Vereins !

1976 feierten wir zusammen mit den Raintalern, die ihr 50-jähriges Bestehen hatten, unser 70-jähriges Gründungsfest im Salvator-Keller. 18 Vereine aus München und unser Patenverein "Immergrün Kolbermoor" gaben uns die Ehre. Oberbürgermeister Georg Kronawitter und Gauvorstand Franz X. Paternoster gratulierten den beiden Jubelvereinen.

Die Jahre 1978 bis 1984 waren für uns besonders erfolgreich. 25 Buam und Deandl ließen sich aufnehmen, davon 21 aktiv. Auch 14 Jugendliche fanden Gefallen an Schuhplattlern und Volkstänzen.

Fröhliche Vereinsabende und Festlichkeiten sowie besinnliche Adventsfeiern sind aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.

1984 nahm, nach sehr langer Pause, der Verein erstmals wieder an der Trachtenschau teil.

Im April 1988 machte uns unser 2. Vorstand Hans Röckl zum erstenmal mit der Aufstellung eines Bergkreuzes bei der Burgruine Hohenwaldeck am Schliersee vertraut. Ein wunderschöner Platz wird als Standort für unser Kreuz ausgewählt. Nach einem Jahr der Vorarbeiten und Besuche bei den Behörden, liegt die Genehmigung zur Aufstellung vor. Dem unermüdlichen Einsatz der Mitglieder ist es zu verdanken, dass am 8. September 1989 das Kreuz bei der Burgruine Hohenwaldeck aufgestellt werden konnte. Am 9. September 1989 wanderte der Verein zusammen mit Freunden, Gönnern und vielen Fremden zur Hohenwaldeck. Pfarrer Friedrich zelebrierte die Bergmesse und weihte das Kreuz. Der "Hohenwaldecker Dreigsang" und die "Grasbergler Musikanten" intonierten die "Waldlermesse". Danach traf man sich im Gasthaus zur Post in Schliersee. Ein wunderschöner Festsaal und beste Bewirtung erwarteten uns. Den musikalischen Rahmen für den Nachmittag und den Festausklang gestaltete die "Grasbergler Musi". Allen, die mit Ihrem Einsatz, ob durch Arbeit, Geld- oder Sachspenden mitgeholfen haben, ein herzliches "Vergelt's Gott" dafür.

1996 konnten wir unser 90-jähriges Vereinsbestehen im historischen Festsaal der "Neuen Schießstätte", zusammen mit unseren Paten- und befreundeten Vereinen, unter der Schirmherrschaft seiner Königlichen Hoheit, Luitpold, Prinz von Bayern, feiern.

Trotz aller Schwierigkeiten die , die heutige Zeit für einen Trachtenverein mit sich bringt, sind die Hohenwaldecker fest entschlossen , sich weiterhin der Jugendarbeit und der Traditionspflege für unsere bayerische Heimat mit ganzer Kraft zu widmen!

In diesem Sinne hoffen wir auch im Jahre 2006 unser " 100jähriges Vereinsjubiläum " in der uns vertrauten Umgebung mit unseren Freunden feiern zu können.

Dies glauben wir unseren Altvorderen und unseren jüngsten Mitgliedern ganz einfach schuldig zu sein !

Treu dem guten alten Brauch !

 


 

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